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Abschied

Jürgen Dollase beendet Zusammenarbeit mit FAS

Gastro-Journalist wirft Zeitung „fachlich unqualifizierte Behandlung“ vor

Show larger version for: Jürgen Dollase | Foto: André Wirsig
Jürgen Dollase bei Präsentation von Neuaufnahmen ins Deutsche Archiv der Kulinarik in Dresden

Der Gastro-Journalist Jürgen Dollase hat seine Zusammenarbeit mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung beendet. Er habe „fristlos gekündigt“, schreibt Dollase in einem Social Media Post. Er war 25 Jahre als Kolumnist und Autor vieler Artikel für das Ressort Leben der Zeitung tätig. Zum Jahresende wählte er gemeinsam mit dem Wein-Kolumnisten Stephan Reinhard die „Lieblinge des Jahres“ in der Gastronomie- und Wein-Szene.

Zur Begründung warf Dollase der FAS eine „fachlich unqualifizierte Behandlung meiner Arbeit durch die für die “Genuss”- Seite zuständigen Redakteure” vor. Zudem seien weitere Artikel des Teils der Zeitung „oft unsäglich banal“.

Dollase gilt als Pionier einer analytischen Betrachtung der Kochkunst, die er durch seine selbst entwickelte „moderne Sensorik“ von einer emotionalen Bauchentscheidung zu einer fundierten Kopfsache machte. Mit Fachbegriffen wie „Akkorden“, „Texturen“ oder „Geschmacksverlaufs-Kurven“ schuf er ein eigens Vokabular zur Beurteilung der Spitzenküche. Der ehemalige Krautrock-Musiker (Gruppe Wallenstein) verfasste zahlreiche kulinarische Bücher und trug durch seine prägnanten Kolumnen maßgeblich dazu bei, der Gastronomie in Deutschland den Status eines ernstzunehmenden Kulturguts zu verleihen.

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