Restaurant-Kritik
Hallmann & Klee, Berlin
„Mich hat das Hallmann & Klee von der ersten Sekunde für sich eingenommen. Das liegt an der sehr angenehmen Atmosphäre, die durch den fachkundigen Service entsteht, der den Abend entspannt dahinfließen lässt. Die Gerichte scheinen optisch reduziert. Dabei sind sie geschmacklich komplexer, als es aussieht. Das liegt an den tiefgründigen Saucen. Hier kommt es zu meinem einzigen kleinen Kritikpunkt: Vom zweiten Gang bis zum Hauptgang ist das Intensitätslevel – mit Ausnahme des optionalen Kartoffelgangs – hoch. Nicht zu hoch, aber hoch. Hier würde meiner Meinung nach die Menüdramaturgie noch schlüssiger, wenn einer der drei Gänge in der Sauce ein wenig weniger Druck hätte. Aber für sich genommen waren alle Gänge sehr nah am geschmacklichen Optimum, das mit der überschaubaren Zahl der Elemente erreicht werden kann. Überzeugende Klarheit und Geradlinigkeit sind die Attribute, die ich dieser Küche zuschreibe, die geschmacklich nachvollziehbar ist, aber – und das erfreulicherweise auch im Hauptgang – spannende Ideen und Interpretationen zeigt. Auch angesichts des Preisniveaus passt das Hallmann & Klee für mich gut in die Kategorie „Lieblings-Ein-Sterner“ mit besonders hohem Wohlfühl-Faktor, neben der sehr guten Qualität auf dem Teller. Ein wichtiger Aspekt des positiven Gesamterlebnisses war die Weinbegleitung. Sommelier Alex Lepianka hat mehrfach überaus passende Weine bzw. Sake zu den Gerichten kombiniert, die einen echten geschmacklichen Mehrwert geboten und die Gerichte noch mehr ins Spotlight gesetzt haben.“ (Veröffentlicht im Juni 2026)
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Restaurant-Kritik
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Hallmann & Klee
12055 Berlin