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Porträt

Simon Bantle: Als 12-Jähriger in der Sterneküche

Koch des Jahres Finalist im Porträt: Simon Bantle

Noch wenige Wochen, dann fällt die Entscheidung im renommierten Wettbewerb “Koch des Jahres”. Wir von Restaurant-Ranglisten.de planen, wie vor zwei Jahren, das Finale wieder mit unserem Podcast-Mikrofon zu begleiten. In den nächsten Wochen wollen wir euch die sechs Kandidaten vorstellen, die sich für das Finale qualifiztert haben.

Steckbrief:

  • Geburtsdatum: 20.09.1996
  • Restaurant: Restaurant Goldener Engel
  • Ort: Ihringen
  • Bundesland: Baden-Württemberg
  • Position: Küchenchef In dieser Position seit: August 2024
  • Instagram: @bantle_simon und @engel_ihringen (2.894 Follower)
  • Vorstellungsvideo: Video ansehen

Simon Bantle war wohl einer der jüngsten Praktikanten, die Claus-Peter Lumpp im Restaurant Bareiss je hatte. Mit gerade einmal 12 Jahren stand er bereits in der Küche des renommierten Drei-Sterne-Hauses – und es war um ihn geschehen. Von diesem Moment an gab es für ihn keinen Plan B mehr.

Ohne Umwege an die Spitze

Nach seiner Ausbildung bei seinem Mentor Lumpp (2014–2017) verfeinerte er sein Handwerk als Chef de Partie, bevor er bei Douce Steiner in Sulzburg eine entscheidende Lektion lernte: Wahre Qualität braucht keine Hektik, sondern entsteht aus Ruhe und tiefer Hingabe. Sein Weg führte ihn schließlich in die Schweiz, wo er im „EPOCA by Tristan Brandt“ in Rekordzeit zum Sous Chef aufstieg und maßgeblich den ersten Michelin-Stern des Hauses mitgestaltete. Auch auf der großen Bühne bewies Bantle bereits seine Klasse: 2022 sicherte er sich beim Koch des Jahres die Auszeichnung „Newcomer des Jahres“ und 2023 schaffte er es als Kandidat bis ins Wettbewerbsfinale.

Radikaler Respekt und kreative Bodenständigkeit

Doch Bantle ist kein abgehobener Konzept-Koch. Er ist zurück am Kaiserstuhl und setzt als Küchenchef im Goldenen Engel in Ihringen auf das, was er „kreative Bodenständigkeit“ nennt. Wer bei ihm isst, merkt, dass er die Natur der Heimat versteht: Er verarbeitet Wurzeln und Stängel zu intensiven Ölen, die andere entsorgen würden. Er lebt eine Radikalität, die Seltenheitswert hat: Er jagt und schlachtet selbst. Für ihn ist „Nose-to-Tail“ kein Marketing-Slogan, sondern tiefer Respekt vor der Kreatur.

Der Weg ins Finale

Simon Bantle erhielt eine von zwei Wildcards für das Finale. Er setzte sich unter den 16 Teams in der Chefs Challenge Night durch – einer gänzlich anderen Herausforderung: Ein vorgegebener Warenkorb, der für jedes Team anders war, und die Aufgabe, daraus ein besonderes Gericht für 300 Gäste zu kreieren. Diese entschieden sich am Ende für sein Gericht Schweinebauchsülze | geräucherte Blutwurst | Sauerkraut | Schnittlauch | Biervinaigrette.

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