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Wie Corona unser Essverhalten verändert hat

Im Schnitt haben ein Viertel der Deutschen seit März 2020 zugenommen. Das zeigt zum Beispiel eine Studie, die von nu3 in den letzten Monaten durchgeführt wurden. Davon wiederum haben ein etwa die Hälfte 1 bis 3 Kilogramm zugelegt und ein Fünftel sogar zwischen 3 und 5 Kilogramm. Der Lockdown zu Hause bis Mai ging vielfach mit mehr Bestellungen beim Lieferdienst und mangelnder Bewegung durch Homeoffice und Ausgehbeschränkungen einher.

Besonders stark betroffen sind übrigens Frauen im Alter von 35 bis 44 Jahren und hier besonders Haushalte mit Kindern. In den anderen europäischen Ländern wurden ähnliche Erfahrungen mit der Gewichtszunahme eines großen Teils der Bevölkerung gemacht.

Es ist bei einem großen Teil der Bevölkerung aber auch ein positiver Trend hin zu gesünderer Ernährung und zu deutlich mehr Bewegung zu beobachten.

Homeoffice sorgte bei vielen für Umdenken

Überraschenderweise ist es gerade nicht das Homeoffice, dass für die zusätzlichen Pfunde sorgt, obwohl der Arbeitsweg und die kurzen Wege von Bürotür zu Bürotür weggefallen sind. Vielmehr ist es das ungesunde Essen in Kombination mit insgesamt zu wenig Bewegung, das für zusätzliche Kalorienzufuhr und weniger Fettverbrennung bei einem Teil der Bevölkerung verantwortlich ist.

Nach dem Essen ging es dann zum Spielen auf die Couch oder vor den Fernseher, um die nächste Netflix-Folge zu schauen. Vielfach auch noch mit einem Snack oder einer Portion gezuckertem Eis in der Hand. Für die ganze Infografik auf das Schaubild klicken.

Viele andere Menschen haben in der Zeit zu Hause damit begonnen, etwas Neues auszuprobieren und selbst zu kochen. Dazu haben sie sich frische Zutaten bei neuartigen Lieferdiensten für Lebensmittel, etwa frische Lebensmittel und Bioprodukte direkt vom Bauern oder vom Markt in der Stadt besorgt. Sie hatten offensichtlich mehr Zeit sich über die Ernährung Gedanken zu machen und den Schritt hin zu einer gesünderen Ernährung zu wagen.

Der eine oder andere hat außerdem wohlweislich, dass er sich zu Hause weniger bewegt, mit Sport angefangen und sich auch für zu Hause ein Fitnessgerät angeschafft. Das belegen jedenfalls die Zahlen der Online Händler. Der Hersteller für Fitnessgeräte Peloton konnte jedenfalls von der Coronakrise erheblich profitieren und musste seine Produktion sogar aufstocken.

Überhaupt konnte die gesamte Online-Branche allen voran Amazon, aber auch viele kleine Online-Shops ganz erheblich von der Coronakrise profitieren. Viele kleine Unternehmen haben überhaupt zum ersten Mal angefangen etwas online zu verkaufen und investieren gerade kräftig in den Aufbau eines funktionierenden Online-Verkaufs. Schöner Nebeneffekt: So hat auch die von vielen Unternehmen auf die lange Bank geschobene Digitalisierung einen deutlichen Auftrieb erfahren.

Offensichtlich ist ein Trend entstanden

Viele der in der Studie Befragten gaben an, dass sie auch nach Corona mehr Sport treiben und sich insgesamt gesünder ernähren wollen. Das gilt auch für das bei vielen weiterhin bestehende Home-Office.

Insgesamt 32 % haben durch die Umstellung ihrer Ernährung und durch deutlich mehr Bewegung eine Verbesserung ihres Wohlbefindens und ihrer Leistungsfähigkeit bei der Arbeit feststellen können und wollen diese positiven Effekte weiterhin genießen. Sie kochen nicht nur selbst mit frischen Lebensmitteln, sondern verlassen zum Beispiel auch bewusst den Arbeitsplatz, um eine Mahlzeit in Ruhe einzunehmen.

Auffällig ist auch, dass selbst frische Produkte verstärkt online bestellt werden können. In der freien Zeit zu Hause haben viele zum ersten Mal bei einem ihnen vorher noch nicht bekannten Lieferdienst für Bioprodukte oder nachhaltige Küchenutensilien ohne Plastik bestellt oder sich auf ein neues Restaurant für Bestellungen eingelassen.

Nutznießer dieser Entwicklung sind vor allem Start-Ups, die mit ihren Plattformen von erheblich gestiegenen Nutzerzahlen profitieren konnten. Die traditionelle Lebensmittelbranche, vor allem auch große Hersteller wie Nestlé, Mondelez, Unilever oder Heinz Kraft müssen dagegen erstaunlicherweise Marktanteile an die neuen Start-Ups abgeben.

Bei Heinz Kraft, das vor allem für Ketchup, Mayonnaise oder Spaghetti steht und auch Zulieferer großer Burger-Ketten ist, hat man den Trend bereits vor einer Weile erkannt und versucht mit eigenen Bioprodukten dagegen zu steuern.

Das Problem für die Unternehmen ist jedoch, dass sie nicht unbedingt für Authentizität stehen, wenn sie einfach nur Bioprodukte unter ihrem Namen anbieten. Gerade bei der jüngeren auf Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung bedachten Generationen haben die alten Unternehmen der Branche ihren Stempel als Fast-Food-Hersteller weg. In den Chefetagen herrscht deshalb Hochbetrieb, um gegen dieses nicht mehr Zeitgemäße Image anzukämpfen.  

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