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Der Feinschmecker Guide 2025/2026

Der Feinschmecker: 15 Restaurants mit fünf F bewertet

HAMBURG. In der deutschen Gastronomie ist viel in Bewegung: Das Magazin „Der Feinschmecker“ zeigt in einem Gastro-Dossier in seiner neuesten Ausgabe, die heute erscheint, wie viel Kreativität und Innovationskraft die Branche trotz aller Herausforderungen ausstrahlt. Denn eines ist deutlich: In Deutschlands Restaurants wird so spannend gekocht wie lange nicht, Gastronomen testen neue Konzepte und entwickeln Gastlichkeit insgesamt weiter. Gerade in der jungen Szene entfaltet sich die „Next Generation“ mit hohem persönlichem Einsatz. „Vielerorts lockert sich das starre Menü-Korsett zugunsten flexibler und gastfreundlicher À-la-carte-Angebote, es gibt attraktive Preise für junge Foodies, der Sonntagsbraten feiert sein Comeback, und spektakuläre Neueröffnungen setzen spannende Impulse“, so Chefredakteurin Gabriele Heins über die Trends der Branche. 

Für das aktuelle Dossier sprach sie u.a. mit Hotelier Hermann Bareiss, der das „Hotel Bareiss“ in Baiersbronn auch in punkto Mitarbeiterführung und -schulung in ein europaweit führendes Luxusresort verwandelt hat. Die Redaktion ehrt ihn mit dem Award „Lebenswerk“ und blickt mit ihm auf 75 Jahre Aufbauleistung zurück. Zudem widmet sich die Ausgabe Joachim Wissler, der 25 Jahre lang das Spitzenrestaurant „Vendôme“ geprägt hat. Im Interview spricht er über seinen Abschied aus der Küche und den Wandel der Branche.

Neuer Guide „Die 500 besten Restaurants in Deutschland 2026“

Die Ausgabe enthält zudem als Extra den neuen Guide „Die 500 besten Restaurants in Deutschland 2026“. Für dieses Booklet testet das erfahrene Team des Feinschmeckers jedes Jahr anonym und unabhängig Gastro-Adressen in ganz Deutschland. Die 500 besten Restaurants werden mit bis zu fünf Feinschmecker-„F“ bewertet. 

Gastro-Awards: Frauen behaupten sich in der Männerdomäne – neue Kategorie „Team Spirit“

Die Besten der Besten in insgesamt dreizehn verschiedenen Kategorien zeichnet die Redaktion jedes Jahr zudem mit den Gastro-Awards aus – von „Aufsteiger des Jahres“ bis „Lebenswerk“. Besonders interessant ist in diesem Jahr die neue Award-Kategorie „Team Spirit“: Das „Facil“ (Berlin) erhält zum ersten Mal diesen Feinschmecker Gastro-Award für ein großartiges und seit Jahren konstantes Rundum-Erlebnis dank einer hervorragend eingespielten Mannschaft – in der eher hierarchisch organisierten Branche der Gastronomie ein echtes Novum. Frauen sind in der Spitzengastronomie immer noch stark unterrepräsentiert, aber es gibt starke Persönlichkeiten, die Vorbildcharakter haben.: „Chefinnen am Herd sind in der Gastronomie auch 2026 noch zu selten. Umso mehr freue ich mich, dass wir in diesem Jahr ganze sechs der dreizehn Einzel-Awards an Frauen vergeben - so viele wie noch nie“, so Chefredakteurin Gabriele Heins. „Ebenfalls auffällig ist, wo die Genusskultur in Deutschland traditionell am stärksten ausgeprägt ist: fünf der Awards gehen nach Baden-Württemberg.“

Das sind die Preisträger der Gastro-Awards 2026:

  • Restaurant des Jahres: „Überfahrt“ (Rottach-Egern) mit Chefköchin Cornelia Fischer und Sommelière Marie Christin Baunach
  • Gastgeberin des Jahres: Eva Klink („Wielandshöhe“, Stuttgart)
  • Nachhaltigkeit: „Alte Überfahrt“ (Werder)
  • Köchin des Jahres: Douce Steiner („Hirschen“, Sulzburg)
  • Lebenswerk: Hermann Bareiss (Hotel Bareiss, Restaurant „Bareiss“, Baiersbronn)
  • Aufsteiger des Jahres: Cédric Staudenmayer („Cédric“, Weinstadt)
  • Team-Spirit: „Facil“ (Berlin)
  • Junge Konzepte: „arc“ (Hamburg)
  • Patissière des Jahres: Julia Orschiedt („Pietsch“, Wernigerode)
  • Gasthaus des Jahres: „Grüner Baum“ (Michelstadt) des Mutter-Tochter-Duos Barbara und Erika Bär
  • Innovation des Jahres: „Frühstück 3000“ (Berlin)
  • Sommelière des Jahres: Maria Vizsnyai („Steins Traube“, Mainz)
  • Weinbar des Jahres: „High Fidelity“ (Stuttgart)

In jeder Hinsicht perfekt: Fünfzehn Köche mit höchster Feinschmecker-Bewertung

Insgesamt fünfzehn Köche erhalten 2026 die höchste Bewertung der Redaktion mit fünf Feinschmecker-„F“. Vielen von ihnen kochen seit vielen Jahren auf höchstem Niveau und wurden vom Feinschmecker schon mehrfach ausgezeichnet. 

  • Jan-Philipp Berner & Jan Fehling, „Söl’ring Hof“, Sylt
  • Christoph Rüffer, „Restaurant Haerlin”, Hamburg (Christoph Rüffer erhält zum ersten Mal die höchste Feinschmecker-Bewertung mit 5 „F“)
  • Marco Müller, „Rutz Restaurant“, Berlin
  • Sven Elverfeld, „Aqua“, Wolfsburg (leider wurde nach Redaktionsschluss bekannt, dass Sven Elverfeld das Aqua am 20. März 2026 schließen wird)
  • Dennis Kuckuck, „Restaurant Vendôme“, Bergisch Gladbach (Dennis Kuckuck hat im Oktober 2025 die Nachfolge von Joachim Wissler angetreten)
  • Hans Stefan Steinheuer & ChristianBinder, „Steinheuers Restaurant“, Bad Neuenahr-Ahrweiler
  • Thomas Schanz, „schanz. restaurant.“, Piesport
  • Clemens Rambichler, „Sonnora“, Dreis
  • Christian Bau, „Victor’s Fine Dining“, Perl-Nennig
  • Claus-Peter Lumpp, „Restaurant Bareiss“, Baiersbronn
  • Torsten Michel, „Schwarzwaldstube“, Baiersbronn
  • Benjamin Chmura, „Tantris“, München
  • Jan Hartwig, „JAN“, München
  • Tohru Nakamura, „Tohru in der Schreiberei“, München
  • Edip Sigl, „es:senz“, Grassau 

Die Bewertungen des Feinschmecker Guide "Die 500 besten Restaurants" 2026

Veränderungen zum Guide des Vorjahres.

5 F

4,5 F

4 F

3,5 F

3 F

2,5 F

2 F

Guide

Der Feinschmecker empfiehlt 500 Weingüter


Guide

Für den „Der Feinschmecker-Weinguide 2026“ verkostete das Experten-Team 4.000 deutsche Weine

HAMBURG. Der aktuelle Jahrgang 2024 stellte viele deutsche Winzerinnen und Winzer mit einem sehr warmen Frühjahr, einem katastrophalen Spätfrost und viel Regen vor außergewöhnliche Herausforderungen. Trotz aller Widrigkeiten präsentieren sich die Weine jetzt überraschend kraftvoll, extraktreich und aromatisch – tolle Cool-Climate-Weine, die zeigen, was kühle Weinregionen so besonders macht. Die 500 besten Weine stellt Der Feinschmecker seit 2000 jährlich in einem Pocket Guide und online unter www.feinschmecker.de vor, jeweils mit Beschreibung, Bewertung und Weintipps für jedes Budget. Für die neue Ausgabe des Wein Guide (liegt der Feinschmecker-Ausgabe 1/2026 bei) verkosteten dreizehn erfahrende Jurorinnen und Juroren mehr als eine Woche lang die rund 4000 von den Betrieben eingesandten Weine des aktuellen Jahrgangs. 

„Besonders die Burgundersorten glänzen dieses Jahr mit intensiver Aromatik, während die Rieslinge eine ausgewogene Balance aus Frucht, Säure und mineralischem Rückgrat zeigen. Auch als Sekt macht der Riesling in diesem Jahrgang eine sehr gute Figur, hochwertige deutsche Schaumweine kommen inzwischen aus nahezu allen deutschen Weinregionen“, erklärt Gabriele Heins, Chefredakteurin von Der Feinschmecker. „Was zunächst nach einem schwierigen Jahr aussah, entpuppt sich im Glas als beeindruckende Kollektion charakterstarker, aromatisch klarer Gewächse.“ 

Alkoholfreie Weine scheinen trotz offizieller Berichte jedoch ein Nischenthema zu bleiben: Hohe Produktionskosten, hohe Zuckerwerte und oft eine wenig überzeugende Aromatik bremsen die Nachfrage, weshalb sie wohl auch in den Verkostungen der Feinschmecker-Jury kaum vertreten waren. Positiv entwickelt sich jedoch der Erlebnisfaktor: Kreative Formate wie Yoga und Konzerte im Weinberg oder Weinhotel-Angebote machen Wein für Gäste erlebbarer denn je. 

Zum Winzer des Jahres kürte der Feinschmecker Sebastian Fürst aus Franken. „Kaum irgendwo sonst im Land werden so konstant so gute Spätburgunder erzeugt. Auch die aktuelle Kollektion zeigt, wie feinfühlig und souverän Sebastian Fürst das Erbe seines Vaters Paul in die Zukunft führt, auch mit Blick auf naturschonenden Wein. 2023 und 2022 sind große Weine, die im Werden begriffen sind“, begründet die Jury ihre Wahl.

Über die Auszeichnung Entdeckung des Jahres darf sichder 32-jährige Hans-Christoph Stolleis aus der Pfalz freuender die Jury mit einer starken, stimmigen Kollektion überzeugt hat. „Vom Easy-Drinking-Riesling bis zum pointierten Lagen-Charakter ist jeder der biozertifizierten Weine auf den Punkt“, so die Expertenmeinung. Zur Kollektion des Jahres haben die Feinschmecker-Jurorinnen und -Juroren die Weingüter Geheimrat J. Wegeler aus dem Rheingau auserkoren. Sie besteht ausschließlich aus Riesling und hat die Jury mit stilistischer Klarheit, handwerklicher Präzision und Klasse beeindruckt.

Die Feinschmecker-Aufsteiger des Jahres sind: 

  1. Weingut Eva Fricke, Rheingau
  2. Griesel & Compagnie, Hessische Bergstraße
  3. Weingut Toni Jost, Mittelrhein
  4. Weingut Joh. Bapt. Schäfer, Nahe
  5. Weingut Schwedhelm, Pfalz
  6. Weingut Gröhl, Rheinhessen
  7. Weinbau Meyer, Franken
  8. Weingut Leon Gold, Württemberg
  9. Weingut Carlo Schmitt, Mosel
  10. Weingut Andreas Dilger, Baden

Zur Jury des Wein Guide 2026 gehörten: Kristine Bäder, Ina Finn, Gabriele Heins, Miguel Montfort, Carine Patricio, Dr. Jens Priewe, Christoph Raffelt, Nicole Retter, Sebastian Russold, Ingo Swoboda, Levent Tarhan, Kersten Wetenkamp und Maximilian Wilm.  

Hier geht es zu den 500 besten Weingütern:  https://www.feinschmecker.de/best-of/winzer-und-weine

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